Wer schon mal mit Geosetter die Location von Digitalfotos eingegeben hat, hat wahrscheinlich mal diese Maske zu Gesicht bekommen:
Nun dachte ich zunächst, dass es wirklich nur diese beiden Optionen habe - genau den Stundenwechsel abwarten oder irgendeinem Internetanbieter meine Kreditkartendaten geben.
Aber weit gefehlt: Es gibt eine Option, die viel einfacher ist! Mit dieser Anleitung habe ich in kürzester Zeit einen eigenen Account eingerichtet und seitdem ist das Beziehen von Ortsnamen kein Problem mehr!
Wichtig Man muss den Account für Webabfragen freischalten, bevor man ihn in Geosetter einträgt.
Sonntag, 31. Juli 2011
Dienstag, 31. Mai 2011
Datenspeicherung mit einer NDAS Netzwerkfestplatte
Da die im Urlaub aufgenommenen (und wie beschrieben mehrfach gesicherten) Fotos zuhause adquat gespeichert werden müssen, wurden die gesammelten Daten zuhause auf den Rechner gezogen. Hierbei hat man gewöhnlich zwei Optionen:
- schneller Zugriff von einem Rechner aus auf lokale Festplatten
- langsamer Zugriff (dafür von mehreren Rechnern) auf ein NAS
Da ich zuhause mehrere Rechner mit verschiedenen Betriebssystemen im Einsatz habe und gerne immer von allen Rechnern aus schnell Zugriff auf alle Daten habe, habe ich mir eine Mischung aus beidem zugelegt, die äußerst empfehlenswert ist: Eine NDAS Netzwerkfestplatte namens Iocell Netdisk. Aktuelle Treiber gibts NICHT auf der Webseite des Geräteherstelers sondern nur auf der Downloadseite des Chipsatzherstellers, der Firma Ximeta.
Woher kommt die Geschwindigkeit? Es fällt ein Großteil des Protokoll-Overheads weg, der ein NAS auch in wirklich schnellen Netzwerken so langsam macht. Der Nachteil ist, dass immer nur ein Client gleichzeitig Schreibrechte hat.
Wie läuft das in der Praxis? Zunächst kommt wahrscheinlich das Gerät und die Festplatte separat. Also mit wenigen einfachen Handgriffen die Festplatte einbauen, initialisieren, partitionieren, formatieren. Vorsicht bei der Partitionierung: Wer gleichzeitig von mehreren Rechnern schreibend zugreifen möchte, kann dies nur auf verschiedenen Partitionen tun! Evtl. kann es also sinnvoll sein, mehrere Partitionen anzulegen.
Für die erste Beladung der Festplatte ist es sehr hilfreich, dass dies auch per eSata erfolgen kann - angenehmerweise ist nicht nur ein eSata Kabel, sogar ein eSata Bracket war mit dabei!
Der Betrieb ist so reibungslos wie kurz beschrieben: Die Laufwerke werden unter Windows und MacOS problemlos automatisch gemountet wenn die Platte eingeschaltet wird. Die Transfergeschwindigkeit ist (schnelles lokales Netzwerk vorausgesetzt) äußerst angenehm und ermöglicht direktes Arbeiten auf dem NDAS.
Wer also eine wirklich schnelle Netzwerkfestplatte sucht und mit der geringen Einschränkung (des Schreibzugriffs nur von einem Client gleichzeitig) gut leben kann, bekommt hier ein sehr empfehlenswertes System für wenig Geld.
- schneller Zugriff von einem Rechner aus auf lokale Festplatten
- langsamer Zugriff (dafür von mehreren Rechnern) auf ein NAS
Da ich zuhause mehrere Rechner mit verschiedenen Betriebssystemen im Einsatz habe und gerne immer von allen Rechnern aus schnell Zugriff auf alle Daten habe, habe ich mir eine Mischung aus beidem zugelegt, die äußerst empfehlenswert ist: Eine NDAS Netzwerkfestplatte namens Iocell Netdisk. Aktuelle Treiber gibts NICHT auf der Webseite des Geräteherstelers sondern nur auf der Downloadseite des Chipsatzherstellers, der Firma Ximeta.
Woher kommt die Geschwindigkeit? Es fällt ein Großteil des Protokoll-Overheads weg, der ein NAS auch in wirklich schnellen Netzwerken so langsam macht. Der Nachteil ist, dass immer nur ein Client gleichzeitig Schreibrechte hat.
Wie läuft das in der Praxis? Zunächst kommt wahrscheinlich das Gerät und die Festplatte separat. Also mit wenigen einfachen Handgriffen die Festplatte einbauen, initialisieren, partitionieren, formatieren. Vorsicht bei der Partitionierung: Wer gleichzeitig von mehreren Rechnern schreibend zugreifen möchte, kann dies nur auf verschiedenen Partitionen tun! Evtl. kann es also sinnvoll sein, mehrere Partitionen anzulegen.
Für die erste Beladung der Festplatte ist es sehr hilfreich, dass dies auch per eSata erfolgen kann - angenehmerweise ist nicht nur ein eSata Kabel, sogar ein eSata Bracket war mit dabei!
Der Betrieb ist so reibungslos wie kurz beschrieben: Die Laufwerke werden unter Windows und MacOS problemlos automatisch gemountet wenn die Platte eingeschaltet wird. Die Transfergeschwindigkeit ist (schnelles lokales Netzwerk vorausgesetzt) äußerst angenehm und ermöglicht direktes Arbeiten auf dem NDAS.
Wer also eine wirklich schnelle Netzwerkfestplatte sucht und mit der geringen Einschränkung (des Schreibzugriffs nur von einem Client gleichzeitig) gut leben kann, bekommt hier ein sehr empfehlenswertes System für wenig Geld.
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Mittwoch, 20. April 2011
Kuba, Fotografieren und die Revolution
Fotografieren und Ausrüstung
Wie man sich vorstellen kann, bietet Kuba einmalige Fotomotive. Und wie überall auf der Welt sollte man respektvoll fotografieren, was nicht immer leicht fällt - beispielsweise dann, wenn man durch eine normale Straße geht und auf dem (wie immer schmalen) Gehsteig geht (da man ansonsten von Lastwagen, Bici-Taxis oder Motorradfahrern geplättet wird) und regelmäßig an einem komplett offenen Wohnzimmer vorbeigeht, in dem die Familie gemütlich vor dem Fernseher auf dem Sofa sitzt, von Che-Portraits überwacht. Aber immerhin ist das schlicht das Wohnzimmer einer Familie und wir möchten es ja auch nicht, dass uns jemand ins Wohnzimmer fotografiert. Wer, wie wir beispielsweise in Trinidad, ein solches Zimmer zur Straßenseite bewohnt und keine andere Chance auf Belüftung hat als die Öffnung des Fensters zur Straßenseite, der lässt auch schnell entsprechenden Respekt walten. So weit, so selbstverständlich.
Ich habe mich aufgrund der Lichtverhältnisse und des Charakters der Reise für eine äußerst entspannte primäre Reisekamera entschieden: Meine sonst nur für Hochzeitsfotografie genutzte Fuji S5.1Pro hat sich dank der immer noch ungeschlagenen Dynamik und des genialen Nikon-Autofokus bestens bewährt und stressfrei perfekte JPGs ausgespuckt. Bei sehr wenigen Aufnahmen habe ich (eher der Vollständigkeit halber) noch zusätzlich RAW gespeichert. Zu dieser stressfreien Kamera die ich immer ohne Tasche in der Hand getragen habe, wäre mir eine ständige Objektivwechselei einfach zu nervig gewesen. Da mein (als Hochzeitsobjektiv geniales) Tamron 28-75 eine solche Wechselei erfordert hätte, habe ich mich für das gehypete kurze Suppenzoom, sprich das Nikon 16-85 entschieden. Das ist lausig lichtschwach und leidet unter den üblichen Unzulänglichkeiten aller Nikon-Objektive (weltfremde Konstruktion des Zoomrings, keine Aussparung der Sonnenblende für Polfilter, etc...) aber hat einen leidlich ausreichenden Zoombereich und eine gerade noch akzeptable Qualität, zumindest für die Auflösung der Fuji ist das Teil gerade noch ausreichend. Da ich die Benutzung des Nikon-Objektivbajonetts weiterhin als schlicht "falschrum" erachte und keine Lust habe mich bei jedem Objektivwechsel drüber zu ärgern, habe ich sicherheitshalber sämtliche Nikonobjektive zuhause gelassen. Vermisst habe ich im Humboldt Park ein 105er Macro, das wars. Nett gewesen wäre ein 2.8/70-200 für die Stadtaufnahmen durch die Windschutzscheibe mit Polfilter, hier war das 16-85 sowohl zu kurz als auch oft zu lichtschwach - aber ich glaube selbst wenn ich es hätte, wäre mir das Teil für diese Reise zuviel Schlepperei gewesen.
Leider nicht so richtig entspannt ist die im Vergleich zur Pentax lausige Programmautomatik die nie das macht was man möchte und im Vergleich zur genialen HyP-Funktion der Pentax schlicht unbrauchbar ist. Deshalb habe ich die Fuji so wie auch auf Hochzeiten in A genutzt.
Als Zweitkamera habe ich die als Reisekamera bereits absolut bewährte und schlicht einmalig schnell und intuitiv zu bedienende Pentax K-7 mitgenommen, dazu das Pentax DA 10-17, das DA 15, Sigma 30 und DA 35 Macro. Die handliche und stabilisierte Pentax hat sich mit dem Sigma 30 als göttliche Kamera für die abendlichen und nächtlichen Touren bewährt. Objektivseitig vermisst habe ich mein 1.4/85 das im Tropicana genial gewesen wäre, aber natürlich die ganze Reise mitgeschleppt werden will.
Speichermedium waren 32GB Sandisk 30MB/s, gesichert wurde auf einem (mal wieder uneingeschränkt bewährten) Asus 1000HE und zwei externen Festplatten. Da die Fuji leider rückständiges Compactflash-Format hat, wurde ein schneller externer Kartenleser nötig; hier habe ich mich nach einiger Recherche für den zukunftstauglichen (da SDXC fähigen) und generell sehr schnellen digisol Multireader entschieden.
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| Frosch mit 5mm Länge :-) |
Als robuste Immerdabei-Taschenknipse habe ich eine Olympus TG-310 mitgenommen, die extrem robust und mehrere Meter tauchfest ist. Im Vergleich zu anderen Modellen ist die Olympus relativ lichtstark, hat einen sehr gut funktionierenden Stabilisator und ist preislich interessant. Beim Schnorcheln hat sich die Kamera bestens bewährt und nette Fotos und Videos geschossen. Wie allseits bekannt, stellt Unterwasserfotografie an Fotograf und Ausrüstung sehr spezielle Anforderungen, deshalb möchte ich unterwasser noch nicht von ernsthafter Fotografie sprechen sondern von netten Urlaubserinnerungen. Langfristig kann ich mir aber durchaus vorstellen, mich mit dem Thema Unterwasserfotografie ernsthaft zu beschäftigen.
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| Eine Gruppe SCUBA Taucher die uns begegnet ist |
Probleme gab es auf der gesamten Reise keine, die Backups wurden also zum Glück nicht gebraucht. Dennoch möchte ich nie wieder auf verteilte Backups verzichten.
GPS, Smartphone und die Grenzbeamten
Wo Digitalfotos gemacht werden, ist ein GPS (sei es ein dediziertes GPSr oder ein GPS-Modul im Smartphone) für Geotagging nicht weit. Nun ist in Kuba bekanntlich die Einfuhr von GPS-Empfängern jedweder Art sehr stark reglementiert, die diesbezüglichen Informationen die bei verschiedensten Quellen eingeholt wurden (kubanische Botschaft, Auswärtiges Amt, Reisebüro, Reiseberichte im Internet, Erfahrungen von Geocachern, etc...) könnten widersprüchlicher nicht sein - selbst beim gleichen Reisebüro (wo wir die Reise gebucht haben) wurden von zwei verschiedenen Kubaspezialisten zwei vollkommen unterschiedliche Aussagen gemacht: Einmal "unbedingt vorher bei der Regierung anmelden, ansonsten gibt es massive Probleme" und einmal "ist kein Problem, man kann ja nicht jedem Touristen sein iPhone abnehmen"
In vorauseilendem Gehorsam habe ich mein erprobtes Foretrex 201 zuhause vergessen, kann also nicht mit Erfahrungen dienen wie sich Grenzer verhalten wenn sie ein dediziertes GPS-Gerät auffinden. Mein relativ vollgepackter Technikrucksack (obige Ausrüstung plus Reserveakkus plus diverse andere Elektrotechnik incl. Rasierer und Zahnbürste) zieht normalerweise Kontrolleure an wie Touristen in Kuba die Bettler aber der Grenzer hat sich am meisten für die elektrische Zahnbürste interessiert, wahrscheinlich weil darin eine fest montierte Batterie ist die man nicht einfach so rausnehmen kann. Deshalb würde ich (falls überhaupt) nur bei den wenigen GPS-Empfängern mit fest montierter Batterie erwarten; bei normalen Geräten die mit herausnehmbaren Akkus bestückt sind ist bei der Handgepäckkontrolle nach der Immigration unwahrscheinlich, dass jemand das Gerät rauszieht. In Zeiten in denen jedes Smartphone ein GPS-Modul hat, ist diese Einfuhrbeschränkung genauso weltfremd wie das gesamte System.
Leider hatte ich mit meinem "Smart"phone trotz besten Empfangsbedingungen nirgendwo GPS-Empfang. Ich habe nun schon mehrfach gelesen, dass auch mir anständigen Geräten einfach zu wenige Satelliten nutzbar sind - woran das liegt und ob die US-Regierung hier gezielt beschränkt, entzieht sich meiner Kenntnis.
Deshalb war mir auf dieser Reise erstmalig nach vielen Jahren kein GPS-basiertes Geotracking möglich, ich habe also einfach die Bilder grob unterteilt und den einzelnen Städten zugeordnet.
Internet bzw. kein Internet
Vergiss es einfach. Bis die neue Leitung endlich mal aktiv ist, ist in vielen Städten gar keine Verbindung möglich. Durch die systematische Abschottung des Volkes vor freier Information hat Internet immer noch den Charakter einer manuell geschalteten Satellitenverbindung.
Die beste Chance gibts im Etecsa Telepunto aber auch dort hieß es oft: "Internet ist gerade offline, bitte nächste Woche nochmal vorbeischauen". Wenn es mal funktioniert (unbedingt vorher fragen!) kauft man sich für 6 CUC eine 1h Karte oder für 3 CUC eine 30min Karte, rubbelt den Code frei und kann dann mit bestem 14.400-Baud-Modem-Feeling im Internet Emails checken. Da der Aufbau einer normalen Webseite aber gerne mal zwei Minuten dauert, sind in einer halben Stunde bestenfalls 10 Emails lesend oder 5 schreibend drin.
Vergiss Internet einfach und buche alle Unterkünfte von Deutschland aus oder lasse Locals telefonieren.
Auto und Fortbewegung
Für zwei Personen mindestens Klasse Seat Cordoba, für vier Personen mindestens Seat Altea XL buchen. Wer einmal miterlebt hat, wie sich vier Leute mit Gepäck in einen Peugeuot 206 oder Hyundai Atos quetschen, ist kuriert. Wer den Alltag auf kubanischen Straßen miterlebt hat auf denen hauptsächlich Anwärter auf den Darwin Award unterwegs sind, will Pferdewagen und Monsterlastwagen halbwegs sinnvoll überholen können.
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| Relativ gute (da nicht mit rasiermesserscharfen Steinen belegte) Straße |
Fortbewegung mit dem Fahrrad ist ein sinnloses Selbstmordkommando. Wenn sich auf der Straße zwei Lastwagen entgegenkommen, ziehen die beide an der Hupe und dann heißt es für das Fahrrad: Ab auf den Schotterstreifen oder was auch immer neben der Straße ist. Natürlich sind die Kubaner selbst diesbezüglich absolut todesmutig, halten unbeschwert ein Schwätzchen mitten auf der Straße und radeln grundsätzlich nebeneinander auf der Straße um ratschen zu können - aber dementsprechend oft wird auch mal einer vom Lastwagen geplättet. Wer Lust hat den Helden zu spielen, kann das in Kuba nach Herzenslust tun, empfehlen würde ich es nicht.
Auf der gesamten Reise haben wir genau EINE Person gesehen, die wahnsinnig genug war, mit einem mit Gepäck bepackten Fahrrad durch Kuba zu fahren. Das ist verständlich, da wohl kein Land der Erde weniger fahrradreisegeeignet ist als Kuba:
Selbstverständlich machen die meisten Autofahrer fast immer Platz, wenn mal wieder Anwärter auf den Darwin Award auf zwei Rädern durch die Gegend schunkeln - was sie stets nebeneinander, fast immer in Schlangenlinien, gerne entgegen der Fahrtrichtung und meist mit einem Passagier im Damensitz auf dem Gepäckträger tun. Das bedeutet aber weder, dass sie das immer tun, noch, dass sie es gerne tun. Wenn ein Lastwagen die Hupe zieht, hat der Radler genau zwei Optionen: Ab in den Straßengraben oder eine halbe Sekunde später an der Lastwagenstoßstange klebend.
Selbstverständlich fahren die Kubaner mit dem Fahrrad und transportieren damit auch gerne gigantische Hausschweine, ein Bündel mit drei ausgewachsenen Truthähnen am Lenker oder ein ganzes Rudel Ferkel in einem kleinen Käfig auf dem Gepäckträger - aber nicht weil sie es toll finden sich bei 40° im Schatten ohne Gangschaltung und mit der Garantie auf einen Plattfuß alle 5km über die mieserabelsten Straßen des Planeten zu quälen, sondern lediglich, weil sie keine andere Chance haben. Wer also freiwillig nach Kuba kommt und irgendeine Chance auf ein sinnvolles Fortbewegungsmittel hat, der ist gut beraten, sich einen Mitwagen zu nehmen.
Bezüglich Auswahl des Vermieters: Rex hat hauptsächlich Seat und ist deshalb mein Favorit. Danach kommt Cubarental, die hauptsächlich Hyundai haben. Letzte Wahl für mich ist havanautos, dort gibt’s quasi ausschließlich Geely.
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| Fortbewegung mit dem Fahrrad - nicht weils schön ist, sondern weil das Hausschwein transportiert werden muss |
Bezüglich Auswahl des Vermieters: Rex hat hauptsächlich Seat und ist deshalb mein Favorit. Danach kommt Cubarental, die hauptsächlich Hyundai haben. Letzte Wahl für mich ist havanautos, dort gibt’s quasi ausschließlich Geely.
Fortbewegung ohne eigenes Auto ist natürlich grundsätzlich möglich, nach vielen Gesprächen mit anderen Reisenden (die durchwegs frustriert von Fortbewegung ohne eigenes Auto waren) muss man ziemlich genau die doppelte Reisezeit einplanen wenn man mit Bus und Taxi unterwegs ist - und wirklich billiger ist es auch nicht. Manche Strecken (lustigerweise genau die bei den Mietwagenverweigerern so beliebten Orte "abseits der Touristenpfade") sind mit den Buslinien schlicht überhaupt nicht erreichbar, also muss man schnell mal für eine kurze Strecke ein Taxi nehmen das mehr kostet als ein Mietwagen für zwei Tage. Dafür muss man auch mal einen zusätzlichen Tag an einem Ort einschieben (Zitate: "Wir hätten sogar den Bus genommen der um 2:15 losfährt und um 8:30 ankommt, aber da war erst in zwei Tagen wieder Platz", "Der Bus ging nicht also mussten wir eine ganz andere Reiseroute fahren" "eigentlich wollten wir auch noch nach XYZ aber da geht kein Bus", etc.), dann passen wieder die Übernachtungsreservierungen und teilweise die gesamte Reiseplanung nicht... Ich bin wirklich ein Freund dessen, sich für eine solche Reise nur die Flüge zu buchen und mich vor Ort durchzuschlagen aber kein Land ist dafür schlechter geeignet als Kuba. Hier regieren die Fünfjahrespläne statt dem Internet.
Aufgrund diverser Nachfragen meine (Nicht-)Erfahrungen mit der Ordnungsmacht: Offiziell gelten in Kuba klare Tempolimits. In der Realität begrenzt meist die Straße die Höchstgeschwindigkeit, was teilweise Schrittgeschwindigkeit ist. Danach bilden Eselskarren, nebeneinander ratschende Radfahrer, rußwolkenspuckende Lastwagen oder einfach Fußgänger die sich zum ratschen auf die Fahrbahn setzen ein Geschwindigkeitskorrektiv. Sollte man also tatsächlich mal die Möglichkeit haben, schneller zu fahren als 90 auf der CC oder 100 auf der Autopista, dann setzt schnell das (meist voll beladene) Auto massive Grenzen: Unser Seat Cordoba hatte 120.000 sicher nicht materialschonende Kilometer auf der Uhr. Das führt dazu, dass die Kiste ab 130 mit dem Hinterteil wackelt wie eine Jintera in der Casa de la Trova. Das ist nicht lustig und recht schnell pendelt man seine Geschwindigkeit in Bereichen ein, die ohnehin legal sind. Aber nehmen wir mal an, man könnte (beispielsweise auf der Autopista 150km nach Osten) tatsächlich mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit fahren. Dann mangelt es (Sozialismus hat auch seine guten Seiten) an jeglichen Instrumenten eine solche Geschwindigkeit zu messen. Nehmen wir als Steigerung dennoch mal an, es gäbe a) einen Polizisten der b) willig und c) fähig ist eine d) vorliegende Geschwindigkeitsübertretung e) festzustellen und f) mit seinem uralten UAZ dem Touristen zu folgen, dann blüht bei erfolgloser Ahnungsloser-Tourist-aus-Autobahnland-Diskussion ein Ticket i.H.v. 30 CUC, das im Mietvertrag eingetragen wird und bei Abgabe des Mietwagens und -vertrags von der Mietwagenfirma eingezogen wird. Außer natürlich, man hat leiderleider am Ende der Reise den Mietvertrag verloren - dann bezahlt man zwar 50 CUC Gebühr, aber es können natürlich auch keine Strafen eingezogen werden. Wir haben die gesamte Reise keine einzige Geschwindigkeitskontrolle gesehen und die Kubaner haben uns auch lediglich von Geschwindigkeitsschätzungen berichtet die dann lediglich zu mündlichen Verwarnungen geführt haben.
Ähnlich läuft es mit Alkohol im Straßenverkehr: In einem Land in dem in den Autobahnraststätten im Sekundentakt die Rumflaschen und Bierdosen geleert werden, ist die Durchsetzung der offiziellen 0,00 Grenze illusorisch. Da immer noch kein sozialistisches Bruderland sich erbarmt hat, Kuba Alkoholtestgeräte im Tausch gegen Zuckerrohr zu geben, beschränkt sich die Alkoholkontrolle auf Blutabnahmen nach Unfällen bei denen der Fahrer zu betrunken war um aus dem verunfallten Auto auszusteigen.
Mangelwirtschaft
Selbst halbwegs verlässlich verfügbar ist in Kuba nur das, was von Kleinbauern im Lande selbst hergestellt wird oder von sozialistischen Bruderstaaten (die immer weniger werden) in Überschussproduktion hergestellt wird. Dazu gehört sehr wenig, vor allem nichts was man als Fotograf benötigt. Während man in Asien bei Speicherplatzproblemen einfach in die nächste IT-Mall einkehrt und sich eine externe 1TB-Festplatte kauft, ist in Kuba selbst simples Mineralwasser oft im ganzen Ort ausverkauft. Man sollte also alles, was man an Technik braucht, mindestens einmal dabei haben. Als ich einmal mein Fuji-Ladegerät nicht sofort dort gefunden habe wo ich es vermutet habe, hatte ich sofort Angst um die weitere Benutzbarkeit der Fuji, da hier garantiert kein Ersatz erhältlich ist.
Single-Point-Of-Failure ist unbedingt zu vermeiden, wenn man keinen Totalausfall wegen lächerlichen Kleinigkeiten riskieren möchte.
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| Nach links geht es abwärts - und die Blockwarte passen auf, dass alles für die Revolution gegeben wird |
Essen und Apartheid
Es gab einen Punkt in dem sich alle Reiseführer einig waren: Das Essen in Kuba ist miserabel. Zum Glück entpuppte sich dies als vollständig veraltete Information: Fast überall bekamen wir sehr einfach hervorragendes Essen zu äußerst sinnvollen Preisen. Die größte Ausnahme war ein kubanisches Peso-Restaurant in das normalerweise Touristen ohnehin keinen Zugang haben - was einen sehr guten Grund hat: Wir haben (nachgemessen!) zwei Stunden auf das Essen gewartet das weder schmackhaft noch irgendwie sättigend war. Ist man "abseits der Touristenpfade" unterwegs, landet man sehr schnell in der karibischen DDR im Jahre 2011: Nix funktioniert, vieles wird irgendwie zusammenimprovisiert aber wenn man einmal die Zivilisation kennengelernt hat, ist das Elend sehr schnell sehr unangenehm und hat nichts mehr mit Urlaub zu tun. Klingt hart, ist aber so und zum Glück haben wir es nur sehr selten erlebt. Andere Reisende die noch vor wenigen Jahren in Kuba waren, haben dies als Normalfall durchlitten.
Das hat zu einer bemerkenswerten Zweiklassenwirtschaft geführt, die einem Apartheidregime in wenig nachsteht: Die kubanische Regierung hat inzwischen akzeptiert, dass ein großer Teil des Landes ohne Einnahmen und Almosen der (kapitalistischen) Touristen sofort und radikal kollabieren würde. Die Einkünfte aus staatlichen Jobs haben jegliche Verbindung zu den Lebenshaltungskosten verloren und für einen Großteil der Bevölkerung ist selbst die elementarste Versorgung ohne Geschäfte oder eben auch oft Bettelei nicht mehr möglich. Deshalb hütet und beschützt der kubanische Staat die Touristen in einem unauffälligen, für die Kubaner aber recht harten Apartheidsystem: Wenn zu befürchten ist, dass Touristen oberhalb einer gewissen Toleranzschwelle angegangen werden, wird ein Kubaner schnell mal zur Personalienkontrolle auf die Polizeiwache abgeführt. Die Touristen werden oftmals genauso geschützt und staatlich kontrolliert gehätschelt wie das zwar auf den Weiden omnipräsente aber auf den Speisekarten strikt absente Rindfleisch. Befreundete Kubaner haben uns deshalb oft als "Beef" bezeichnet, weil wir eben vom Staat verhätschelt werden.
Den Höhepunkt der Absurdität und Perfektion erreicht dieses Apartheidsystem sicher in Varadero, was ein reines Touristenghetto ist zu dem nur ausgesuchte Kubaner unter strengen Voraussetzungen Zugang haben.
Nach den Revolutionen in arabischen Ländern wird offensichtlich, dass ein rückständiger totalitäter Staat massive Angst vor Informationsfreiheit haben muss, wenn die Macht gesichert werden soll. Mal sehen, wie lange das kubanische Regime seine Untergebenen von freien Informationen fernhalten kann.
Die gestern angekündigten Reformen werden daran wenig ändern – sie legalisieren lediglich die Realität, die sich ohnehin nicht mehr ändern ließ.
Reiseföhrer
Zum Glück gehört Kuba (noch) nicht zur Hauptdestination der ghettoisierten Lonely-Planet-Pseudoindividualisten die in Millionenscharen (in Asien wirklich KEINE Übertreibung) die angeblichen "Geheimtipps" wie die Khao San Road zu den übelsten Abzockermeilen verwandeln. Deshalb ist der Navigationsteil des Lonely Planet tatsächlich recht brauchbar und die Karten erwiesen sich oft als Hilfe, auch wenn sie teils sehr großzügig und ohne Kennzeichnung ganze Stadtteile rausgekürzt haben. Die Ausgehtipps kann man größtenteils vergessen, da die Autoren des Lonely Planet anscheinend in Kuba ausschließlich Restaurants empfehlen, die vegetarische Pizza, vegetarische Spaghetti und vegetarisches Chinafood anbieten und täglich mehrmals eine CSD-Parade durchs Restaurant veranstalten. Die Läden die als "leider sehr touristisch" gekennzeichnet sind, kann man sehr gut besuchen, da es dort (wie zum Beispiel in der Bodegita de Medio in Havanna) göttliches Essen mit hervorragenden Cocktails und sehr gute Trova-Mosik gibt.
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| Extrem gute Cocktails, göttliches Essen - was will man mehr? |
Wirklich Lonely-Planet-verseucht ist eigentlich nur Havanna, da läuft quasi jeder Touri damit rum und dementsprechend läuft die Ghettoisierung der "Insidertipps" auf Hochtouren. Von der im LP gelobten Paladar "La Moneda Cubana" hat sich eben wegen dieser Werbung schon ein Fake-Paladar gegründet, der Touristen reinzieht die den Paladar suchen.
Reisebüro
Nach meinen nicht unbedingt guten Erfahrungen mit unserem Reisebüro möchte ich stark dazu raten, die Route selbst zu planen und die Unterkünfte von Deutschland aus selbst zu buchen. Damit hat man weniger Stress und weniger „Griffe ins Klo“ als bei einer pauschal bei einer großen Kette durchgebuchten Reise.
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Donnerstag, 30. September 2010
Photokina-Nachlese
Viele Enttäuschungen, wenig Begeisterung
Wo sonst kann man sich als sogenannter ambitionierter Amateur mal so fühlen als wäre man ganz normal? Als bestünde das Leben nur aus Blendenwerten, Brennweiten und Rauscharmut bei aberwitzigen Lichtempfindlichkeiten? Richtig: Man geht auf die Photokina und findet nicht nur Gleichgesinnte sondern kann sogar einige Menschen finden, die Fotografie noch durchgeknallter betreiben als man selbst.
Kurz: Photokina ist ein Pflichttermin.
Außerdem hatte ich darauf gehofft, die Machbarkeit einer Ausrüstungsumschichtung zu erörtern. Die spiegellosen Systemkameras (auch als EVIL bekannt) sind groß in der Presse und jeder Hersteller muss einfach sowas im Programm haben. Falls nicht, kommt gleich die böse Schlagzeile der allwissenden Presse: "Canon und Nikon haben den Trend verschlafen" - weil sie keine Systemkamera zeigen. Mit dieser Schlagzeile habe ich aus zwei Gründen ein Problem:
Erstens sollte man vor allem die Firma Pentax nennen: Pentax baut seit Jahren äußerst kompakte Kameras und geniale Pancake-Objektive. Die Idee einer spiegellosen Systemkamera geistert schon seit gefühlten wenn nicht gar tatsächlichen Jahrzehnten durch die Pentax-Welt - aber wohl auch durch den kurzfristigen Gewinndruck des neuen Eigentümers Hoya und dem DNF-Projekt 645D war wohl kein Geld für die Entwicklung einer Pentax-EVIL vorhanden. Sehr schade.
Zweitens waren die gezeigten Systemkameras für meinen Geschmack von so schlechter Qualität, dass es mir lieber ist, die Hersteller sparen sich das Geld für die erfolglose Vermarktung fragwürdiger Produkte und steckes es in die Entwicklung. Ich denke, dass in den Häusern Canon und Nikon durchaus Überlegungen zum Thema EVIL angestellt werden und das nicht erst seit gestern.
Meine Erlebnisse der Photokina, alphabetisch mitgeschrieben:
Wo sonst kann man sich als sogenannter ambitionierter Amateur mal so fühlen als wäre man ganz normal? Als bestünde das Leben nur aus Blendenwerten, Brennweiten und Rauscharmut bei aberwitzigen Lichtempfindlichkeiten? Richtig: Man geht auf die Photokina und findet nicht nur Gleichgesinnte sondern kann sogar einige Menschen finden, die Fotografie noch durchgeknallter betreiben als man selbst.
Kurz: Photokina ist ein Pflichttermin.
Außerdem hatte ich darauf gehofft, die Machbarkeit einer Ausrüstungsumschichtung zu erörtern. Die spiegellosen Systemkameras (auch als EVIL bekannt) sind groß in der Presse und jeder Hersteller muss einfach sowas im Programm haben. Falls nicht, kommt gleich die böse Schlagzeile der allwissenden Presse: "Canon und Nikon haben den Trend verschlafen" - weil sie keine Systemkamera zeigen. Mit dieser Schlagzeile habe ich aus zwei Gründen ein Problem:
Erstens sollte man vor allem die Firma Pentax nennen: Pentax baut seit Jahren äußerst kompakte Kameras und geniale Pancake-Objektive. Die Idee einer spiegellosen Systemkamera geistert schon seit gefühlten wenn nicht gar tatsächlichen Jahrzehnten durch die Pentax-Welt - aber wohl auch durch den kurzfristigen Gewinndruck des neuen Eigentümers Hoya und dem DNF-Projekt 645D war wohl kein Geld für die Entwicklung einer Pentax-EVIL vorhanden. Sehr schade.
Zweitens waren die gezeigten Systemkameras für meinen Geschmack von so schlechter Qualität, dass es mir lieber ist, die Hersteller sparen sich das Geld für die erfolglose Vermarktung fragwürdiger Produkte und steckes es in die Entwicklung. Ich denke, dass in den Häusern Canon und Nikon durchaus Überlegungen zum Thema EVIL angestellt werden und das nicht erst seit gestern.
Mein Fazit der Messe
Meine Erlebnisse der Photokina, alphabetisch mitgeschrieben:
- Canon: War anwesend
- Fuji: Da hat wohl jemand was zu verbergen? Wie von den anderen Messeständen gewohnt, habe ich am Fuji-Stand eine SD-Karte in eine der ausliegenden W3 geschoben um ein paar Fotos vom Testaufbau zu knipsen - der so absurd hell erleuchtet war und so bonbonfarben gestaltet, dass sogar der AF der W3 hier Land gesehen hat. Nach wenigen Fotos und Filmen kam eine der Warenbewacherinnen und motzte mich pampig an, ob ich denn eine eigene Speicherkarte in die Kamera geschoben habe auf meine Antwort "Na selbstverständlich!" antwortete sie mit einer Flut von Verboten. Egal, für meine (leider durchweg negativen) Beobachtungen hat es gereicht. Die vielbeworbene X100 konnte ich auch mal ankucken - naja, unter Hybridsucher habe ich mir ehrlich gesagt mehr vorgestellt als einblendbare Aufnahmeparameter. Die Gitterlinien würden bei Wechseloptiken durchaus Sinn machen - aber die X100 hat ein fest eingebautes Objektiv. Kopfschüttelnd ging es weiter.
- Leica: Rangefinder-Kameras haben schon was. Sowohl die M9 (u.a. mit Noctilux - leckerschmecker!) als auch die S2 (nur nicht an den Preis denken...) waren mal wieder ein Erlebnis.
- Nikon: Die allseits bekannte Zweiteilung: Einfache (dank Firmware-Funktionsbeschränkungen) und federleichte (dank Plastikbauweise) Einsteigerkameras, geniale aber tonnenschwere und absurd teure Oberklassekameras. Eine kleine feine stabile Oberklassekamera sucht man weiterhin vergeblich. Das neue AF-S 85 fand ich im Vergleich zu meinem AF-D 85 relativ unspektakulär. Im Kompaktkamera-Bereich von Nikon war weniger los als gegenüber bei Pentax - was ein Wunder.
- Olympus: Meine EVIL-Hoffnung Nr. 1. Also die PEN ausprobiert... ist die immer so laut? Ja, geht nicht anders. Schade aber auch. Pancakes? Mangelware und von fragwürdiger haptischer Qualität. Der vielgelobte Autofocus... Ich bin dann ganz schnell wieder gegangen.
- Panasonic: Meine EVIL-Hoffnung Nr. 2. Praktischerweise konnte man sich gegen Vorlage des Personalausweis eine Stunde lang eine Kamera ausleihen. Ich habe meine schon nach 10min wieder zurückgegeben weil ich befürchtet habe, die Kamera könnte sich bei der nächsten lautstarken Auslösung in ein Häufchen Plastiksplitter dematerialisieren. Schnell weiter.
- Pentax: War da was? Ach ja, die K-5 und die K-r. Hurra. Trotz intensiven Vergleichen der K-5 mit meiner K-7 mit ansonsten identischer Hardware konnte ich keine Verbesserungen erkennen. Laut Datenblatt gibt es jedoch einige Verbesserungen. Bei der Lektüre dieser Änderungen kommt bei mir spontan der Gedanke an ein in Hardware ausgeliefertes Firmware-Update auf, aber das muss jeder selbst beurteilen. Die K-r ist ne lustige Kamera aber 1. macht sie immer noch den gleichen Lärm wie die K100D und 2. ist sie nicht mal optisch ein Hingucker weil es sie wohl nur in den sattsam bekannten Farben gibt und nicht in der japanischen Vielfalt.
- Samsung: Meine EVIL-Hoffnung Nr. 3. Zunächst war es nicht möglich, die Samsung ohne das Kit-Zoom überhaupt zu testen, kaufen kann man sie ohnehin nur mit dem Zoom das kein Mensch braucht. Irgendwann gab es dann doch wenigstens eines der zwei Pancakes und die Ansage, dass "Samsung-Objektive" (sprich: Pentax) mit einem Adapter genutzt werdne können. Da bleiben für mich zwei Fragen: Warum bringt Pentax selbst das nicht hin und warum muss die Kamera komplett aus Plastik sein?
- Sony: Meine EVIL-Hoffnung Nr. 4 - und der Hersteller, der mich am meisten positiv überrascht hat! Weitab vom lautstarken Trubel der A55 (ein Blick durch den Sucher... schnell weg hier!) gab es an einem kundenverlassenen Stand die NEX 5 zu testen. Hossa, das sieht ja richtig gut aus! Wenn man jetzt noch einen Silent-Modus mit rein elektronischem Verschluss implementiert und noch 2-3 solide konstruierte Pancakes baut, könnte das glatt die EVIL als Ersatz für die DSLR werden. Könnte - also mal abwarten, ob sich am Kamera- und Objektivprogramm noch was tut und ob die als Komplementärprodukt verkaufte Videokamera deutlich verbessert wird. Auf der nächsten Photokina wird Sony garantiert meine erste Anlaufstelle sein!
- Tamron: Während das putzig aufgebaute Makro-Land eher unpraktisch war (nur Canon-Einsteigermodelle... super Idee) war der verkehrsungünstig direkt am Gang gelegene Objektiv-Teststand durchaus hilfreich: Während der objektivinterne Stabilisator des 17-50 nicht wirklich mit dem kamerainternen Stabilisator der Pentax mithalten konnte, war das neue stabilisierte 70-300 wirklich äußerst beeindruckend und auch bei Belichtungszeiten von 1/20-1/10sec (wohlgemerkt, an 300mm!) kaum aus der Ruhe zu bringen. Respekt!
- Zeiss: Schiiiiiiiiick, immer wieder. Alleine das STF 135 an einer A900 ist den Besuch wert.
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Dienstag, 17. August 2010
Fuji stellt mit der Finepix Real 3D W3 den Nachfolger der W1 vor
Gerade eben ging es über den Nachrichtenticker: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Neue-3D-Kompaktkamera-von-Fuji-1060196.html
Fujifilm hat das Nachfolgemodell der W1 vorgestellt, die W3. Hurra.
Die Pressemeldung von Fuji klingt zunächst vielversprechend, leider ist der Großteil meiner Kritikpunkte am Vorgängermodell nicht behoben:
Weniger Fingerabdruckmagnet als die W1 - das war dan auch schon der einzige positive Aspekt der neuen Materialwahl
Die Pressemeldung von Fuji klingt zunächst vielversprechend, leider ist der Großteil meiner Kritikpunkte am Vorgängermodell nicht behoben:
- Gehäuse aus stabilem und griffigem Material, Abgrenzung der Objektive: Nicht erfolgt. Das neue Material ist mattes Vollplastik, die Haptik ist deutlich mehr Plastikwüste als die W1.
- Objektive weitwinkliger: Nicht erfolgt
- Konkurrenzfähige Sensoren: Kaum Verbesserung. Meine Fotos mit der W3 waren nur unter optimalsten Bedingungen brauchbar, bei wenig Licht ist die W3 für meinen Geschmack unbenutzbar.
- Lichtstarke Optik: Nicht erfolgt
- Externe Blitzgeräte: Keine Verbesserung
- Bildqualität durch kamerainterne Verarbeitung (Rauscharmut, Dynamik, etc.): Meine Testfotos waren leicht besser als die W1, aber kein Vergleich mit aktuellen Kompaktkameras
- Videoqualität: Rein auflösungsmäßig aktualisiert, aber auch hier kein Vergleich mit aktuellen Kompaktkameras aus der Klasse rund um die EUR 150.-
- Autofokus: Keine Verbesserung, kein AF-Hilfslicht, nicht der Hybrid-AF der 300EXR.
- Auslöseverzögerung: Keine Verbesserung spürbar
- Bedienbarkeit: Das Einstellrad statt dem unsäglichen Mäuseklavier der W1 ist jedoch ein Fortschritt. Leider sind die Bedienknöpfe so einfach konstruiert, dass schon nach wenigen Tagen die Benutzung abgerieben ist und die Kamera sieht sehr schnell aus als habe sie schon viele Jahre harter Beanspruchung ertragen müssen..
- Komplementärprodukte: Keine Anzeichen für Verbesserung. Der Viewer wird nicht verbessert und wird laut Aussage von Fuji ohnehin eingestellt.
Genannte Verbesserungen der W3:
- Der in Profikreisen kritisierte große „Augenabstand“ von 77mm ist auf 75mm reduziert – das sehe ich neutral, da mich die 77mm nicht gestört haben.
- Der reale Nutzen der verbesserten Intervall Aufnahme ist abhängig von einem automatischen Alignment der beiden Aufnahmen – findet dies nicht statt, braucht man keine 3D-Kamera.
Der Versionssprung von 1 auf 3 lässt große Verbesserungen erwarten – auf mich erscheint die Kamera aber im Vergleich zur W1 eher wie eine Version 1.1 und absolut gesehen wie eine Version 0.8. Entweder stehe ich mit meinen Verbesserungsvorschlägen alleine auf weiter Flur (was ich nach der Lektüre anderer Reviews nicht glaube) oder Fuji hat sich die Vorschläge nicht zu Herzen genommen. Ich finde es schade, dass gerade zum großen 3D-Boom der durchaus vorhandene Vorsprung so unnötig verspielt wird. Ich hoffe sehr, dass andere Firmen 3D-Kameras anbieten die den Kundenwünschen mehr entsprechen.
Auch im Praxistest war ich leider sehr enttäuscht von der W3. Der Hype um 3D ist groß, leider sind die real zu kaufendenProdukte äußerst enttäuschend.
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Samstag, 31. Juli 2010
Blendenmechanik des DA* 16-50 von Rüdiger Maerz außer Funktion gesetzt :-(
Rüdiger Maerz hat es anscheinend auf mein DA* 16-50 abgesehen. Zuerst wurde es mehrfach kaputtrepariert, dann sogar die Blendenmechanik gleich in zwei Hinsichten außer Funktion gesetzt:
1. Die Blende springt nicht mehr zurück
2. Es gibt keine Offenblende mehr.
Der erste Defekt sorgt dafür, dass ich in aller Ruhe solche Fotos machen kann - wenn der Blendenhebel einmal runtergedrückt wurde und wieder losgelassen wird, bleibt die Blende offen stehen. Ganz offen? Nein, das wäre ja tatsächlich Blende 2,8! Freundlicherweise hat man bei meinem DA* 16-50 die Offenblende nun auf augenschonende 3,5 begrenzt, Offenblende sieht also bei allen Brennweiten so aus wie auf dem obigen Bild.
Ich habe inzwischen aufgegeben zu zählen wie oft die Firma Rüdiger Maerz meine Objektive "repariert" hat und nachher die Objektive kaputter waren als vorher.
1. Die Blende springt nicht mehr zurück
2. Es gibt keine Offenblende mehr.
Der erste Defekt sorgt dafür, dass ich in aller Ruhe solche Fotos machen kann - wenn der Blendenhebel einmal runtergedrückt wurde und wieder losgelassen wird, bleibt die Blende offen stehen. Ganz offen? Nein, das wäre ja tatsächlich Blende 2,8! Freundlicherweise hat man bei meinem DA* 16-50 die Offenblende nun auf augenschonende 3,5 begrenzt, Offenblende sieht also bei allen Brennweiten so aus wie auf dem obigen Bild.
Ich habe inzwischen aufgegeben zu zählen wie oft die Firma Rüdiger Maerz meine Objektive "repariert" hat und nachher die Objektive kaputter waren als vorher.
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Montag, 22. März 2010
Pentax DA* 16-50 zurück von Rüdiger Maerz - neu eingebauter Fehlfokus gerade noch korrigierbar
Bereits am 5. März 2010 habe ich von der Firma Maerz das nochmal reparierte Pentax DA* 16-50 zurückbekommen. Diesmal wurde die Zoommechannik anscheinend grundlegender repariert, sie fühlt sich genauso stramm an wie im Neuzustand, lediglich die Sprungstelle an der die Übersetzung geändert wird erscheint mir deutlich ausgeprägter als im Neuzustand.
Was mich aber richtig geärgert hat, war der deutlich Frontfokus, den das Objektiv seit der Reparatur im Weitwinkel-Bereich aufwies. Inzwischen hatte ich die Zeit, die hierfür nötige AF-Korrektur einzustellen:
Dies ist die bestmögliche AF-Korrektur nach der Verstellung, bei der auch bei anderen Brennweiten der AF noch nutzbar ist. Damit kann ich gerade noch so leben, Zufriedenheit ist jedoch was anderes.
Was mich aber richtig geärgert hat, war der deutlich Frontfokus, den das Objektiv seit der Reparatur im Weitwinkel-Bereich aufwies. Inzwischen hatte ich die Zeit, die hierfür nötige AF-Korrektur einzustellen:
Dies ist die bestmögliche AF-Korrektur nach der Verstellung, bei der auch bei anderen Brennweiten der AF noch nutzbar ist. Damit kann ich gerade noch so leben, Zufriedenheit ist jedoch was anderes.
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